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SEEBRÜCKE Seligenstadt

Mit der 65. Mahnwache beendete die Initiative „SEEBRÜCKE Seligenstadt“ am 30. Oktober 2019 ihr wöchentliches Engagement auf dem Marktplatz der Einhardstadt.

Seit über 14 Monaten versammelten sich Engagierte aus Stadt und Umgebung mittwochs um 18.30 Uhr, um an die Menschen zu erinnern, die im Mittelmeer in Seenot geraten und an den Grenzen Europas sterben oder, in letzter Minute gerettet, keinen sicheren Hafen finden, der sie aufnimmt.

Mit über 100 Teilnehmenden startete die Initiative im Sommer letzten Jahres, initiiert von den Kirchengemeinden Seligenstadts. Auch unter widrigen Umständen trafen sich in der Folge wöchentlich mindestens 20  Menschen vor dem Rathaus. Gleichzeitig organisierte die SEEBRÜCKE Seligenstadt, die mit Initiativen europaweit vernetzt ist, Kinofilmvorführungen für Schulklassen und Erwachsene mit dem preisgekrönten Film „Styx“, beteiligte sich mit einem Stand  am Adventsmarkt, zeigte Kunstinstallationen, verteilt im gesamten Stadtgebiet, und lud in die Evangelische Kirche zu einem Abend der Begegnung mit dem Titel „Würdig und Recht“ ein. Mit ihrer Petition, die die politisch Verantwortlichen auffordert, Seligenstadt zum „Sicheren Hafen“ zu erklären, hat die Initiative ihr wesentliches Ziel erreicht. Das Thema „Seenotrettung“ wird inzwischen auch in Seligenstadt öffentlich diskutiert, nachdem bereits  international bekannte Künstler, Kirchenführer wie der Papst, und Politiker auf die Dramen an Europas Grenzen hingewiesen haben.

Jetzt soll es in Zukunft darum gehen, so die Initiatorinnen, die Pfarrerinnen Charlotte Voß und Leonie Krauß-Buck, Möglichkeiten des politischen Handelns zu verhandeln und innerhalb der örtlichen Zivilgesellschaft solidarische Formen des Miteinanders zu entwickeln.


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