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Rodgau–Jügesheim

Pfarrerin mit Faible für Teilhabe und Gerechtigkeit

Freuen sich über die Einführung von Kirsten Lippek (2. v. r.) als Pfarrerin in der Evangelischen Emmausgemeinde Jügesheim: Dekan Steffen Held, der der Geistlichen in der feierlichen Zeremonie Gottes Segen zusprach, Kollegin Sabine Beyer und Corinna Jäger, Vorsitzende des Kirchenvorstands in der Rodgauer Gemeinde.

Grund zum Feiern gibt es in der Jügesheimer Emmausgemeinde: Kirsten Lippek ist nun auch offiziell und mit halber Stelle Gemeindepfarrerin im Rodgauer Stadtteil an der Seite von Sabine Beyer. Dekan Steffen Held führte die 57-Jährige am vergangenen Sonntag in ihren Dienst ein und sprach ihr dafür Gottes Segen zu.

Als gestandene Theologin mit viel Lebens- und Amtserfahrung stellte der Dekan des Evangelischen Dekanats Dreieich-Rodgau Kirsten Lippek vor. „Sie haben jetzt eine Pfarrerin, die den Dingen auf den Grund gehen will und für die Fragen von Gerechtigkeit und Teilhabe aller Menschen besondere Bedeutung haben“, was sich in einem besonderen Interesse etwa an feministischer Theologie äußere, so Steffen Held in seiner Ansprache zur Einführung. „Solidarisch, offen, verantwortungsbewusst und kompetent“ sei ihr Arbeitsstil, den sie am liebsten im Team praktiziere.

Neben einer Leidenschaft für die Seelsorge bringt Kirsten Lippek künstlerische Kreativität und Kompetenzen im Gestalten und Ermöglichen von Glaubenserfahrungen nach Jügesheim mit. Mit ihrem Können treffe sie, so Dekan Held weiter, auf eine lebendige und engagierte Kirchengemeinde mit einem besonderen Interesse an theologischen Themen und Glaubensfragen. 

Nach Studium in Münster und Tübingen hatte sich die Pfarrerin schon in Frankfurt, Oberursel und zuletzt an der Schlosskirche in Offenbach–Rumpenheim der Verkündigung und Seelsorge in der Gemeinde gewidmet, zusammen mit der Familie aber auch schon eine mehrjährige Auszeit vom Pfarramt in Spanien genommen.

Im Rahmen von Vertretungsdiensten in der Emmausgemeinde seit Ende 2021 kamen sich Kirchenvorstand und Pfarrerin näher und konnten sich eine dauerhaftere Verbindung miteinander gut vorstellen. Somit ist Kirsten Lippek seit Anfang des Jahres nun auch „amtlich“ mit landeskirchlichem Dienstauftrag für eine halbe Stelle Pfarrerin in Jügesheim. Dafür sprach Steffen Held der Seelsorgerin Gottes Segen zu – und gratulierte gleichzeitig zum 25. Dienstjubiläum, das Kirsten Lippek ebenfalls unlängst feiern konnte.

Die Gelegenheit, Grüße und Glückwünsche zu überbringen, nutzten im Anschluss an den Gottesdienst auch der Präses des Evangelischen Dekanats Dreieich-Rodgau, Dr. Michael Grevel, und die Jügesheimer Kirchenvorstandsvorsitzende Corinna Jäger. Der Vorsitzende der Dekanatssynode lud die Pfarrerin ein, auch ihre kreativ-künstlerische Seite im Kirchenkreis blicken zu lassen. Corinna Jäger wünschte Kirsten Lippek „gute Ideen, offene Türen, Freude, Kraft und Zuversicht“ für die vielen Arbeitszusammenhänge im Pfarramt. 

Einführungspredigt: „Gott blitzt durch alle Ritzen“

Um die unverfügbare, aber immer wieder erlebbare Fülle, Güte und Präsenz Gottes ging es in Kirsten Lippeks Einführungspredigt im Rahmen des festlichen Gottesdienstes am vergangenen Sonntag: Sie ermutigte die Gottesdienstbesucher*innen, offen für die Berührungen zwischen Himmel und Erde zu sein und zu bleiben. „Wie wir Gott nennen und ob wir ihn mit den passenden Worten ansprechen, ist ihm vielleicht viel weniger wichtig, als dass wir mit dem Herzen ernsthaft dabei sind.“ Gottes Güte „begegnet uns oft: Sie blitzt durch alle Ritzen des Lebens in neuen Anfängen und alten Freundschaften, in haltenden Händen und den Schönheiten der Schöpfung, in Schutz, Trost, Lebensfreude und Heilung“. Gebet als bewusste Zeit mit Gott, Gemeinschaft und tätige Liebe „helfen uns dabei, immer wieder ein Stück Himmel auf Erden spürbar zu machen“. 


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